Den PC aufrüsten? So einfach geht es

In der heute recht schnelllebigen Welt der Technologie kann es für einige Nutzer entscheidend sein, dass ihr PC mit den neusten Anforderungen und Anwendungen Schritt halten kann. Ob Sie nun die neusten Spiele spielen wollen, professionelle und komplexe Anwendungen nutzen oder einfach nur im Internet surfen – die Leistung des Computers spielt eine entscheidende Rolle über Effizienz. Nicht jeder versteht allerdings, welche Hardwareteile wofür verantwortlich sind – und was am besten bei welchem Problem ersetzt werden sollte. Hier sind daher einige Tipps, wie Sie herausfinden können, welche Teile Ihres PCs möglicherweise ein Upgrade benötigen.

Führen Sie zuerst eine Leistungsanalyse durch

Der erste Schritt besteht immer darin, eine umfassende Leistungsanalyse Ihres Computers durchzuführen. Windows-Betriebssysteme bieten hierfür praktische und bereits eingebaute Tools wie den Task-Manager an (kann mit der Tastenkombination „Strg + Shift + ESC“ aufgerufen werden), der Ihnen schnell und unkompliziert einen Überblick auf die aktuell ausgeführten Prozesse, die CPU-Auslastung, den Arbeitsspeicherverbrauch und mehr gibt. Diese Statistiken sollten regelmäßig überprüft werden – insbesondere während der Nutzung von ressourcenintensiven Anwendungen. Wer sich mit dem Task-Manager und seinen Möglichkeiten nicht auskennt, kann im Internet viele hilfreiche Tutorials und Erklärungen zur Hilfe finden.

Im Anschluss oder bei bestimmten Anliegen und Komplikationen, können Sie im Folgenden diverse Selbstdiagnostika durchführen.

Überprüfen Sie den Speicherplatz

Ein zu knapper Speicherplatz kann die Leistung Ihres Computers stark beeinträchtigen. Um den noch verbleibenden Speicher zu überprüfen, öffnen Sie den Daten-Explorer und klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Ihre Festplatte oder SSD. Wählen Sie nun „Eigenschaften“ aus, können Sie die verbleibende Kapazität sehen. Wenn der Speicherplatz knapp wird, können Sie nicht nur unnötige Dateien löschen, um wieder neuen Platz zu schaffen – oder darüber nachdenken, auf eine größere Festplatte oder SSD zu aktualisieren.

Sind BIOS und Treiber auf dem neusten Stand?

Der BIOS-Update-Prozess (BIOS, englisch für „basic input/output system“ beschreibt die Firmware des Computers) variiert je nach Hersteller, daher ist es wichtig, die genauen Anweisungen auf der Website des Motherboard-Herstellers zu befolgen. Dort können Sie auch die neusten BIOS-Versionen herunterladen und so Ihr System aktualisieren. Das Gleiche sollten Sie auch regelmäßig für Ihre Grafikkarte und weitere Hauptkomponenten machen und deren offizielle Websites besuchen. Mit neusten Treibern garantieren Sie Systemstabilität.

Läuft wie Grafikkarte einwandfrei?

Öffnen Sie den Geräte-Manager, indem Sie mit der rechten Maustaste auf das Windows-Symbol unten links klicken und „Geräte Manager“ auswählen. Wenn Sie dann auf „Grafikkarten“ klicken, wird Ihre installierte Karte angezeigt. Überprüfen Sie, ob Updates verfügbar sind. Sollten Sie nicht mehr in der Lage sein, bestimmte aufwendige Software oder grafikintensive Spiele flüssig laufen zu lassen, ist ein Upgrade auf eine leistungsfähigere Grafikkarte für einen signifikanten Leistungsschub nur zu empfehlen. Das beinhaltet das physische Entfernen von Komponenten!

Wie sieht der Arbeitsspeicher aus?

Der Arbeitsspeicher, oder auch RAM, wird überprüft, indem Sie gleichzeitig die Tasten „Windows + Pause/Break“ drücken, um das Systeminformationsfenster zu öffnen. Hier finden Sie Informationen zum installierten RAM. Wenn Sie den Arbeitsspeicher aufrüsten möchten, muss ebenfalls das alte Motherboard entfernt und ein neues aufgesteckt werden. Der Arbeitsspeicher ist im Großen und Ganzen dafür da, die Multitasking-Fähigkeit zu verbessern und die allgemeine Leistung und Schnelligkeit Ihres PCs zu verbessern.

Ist die CPU-Leistung noch akzeptabel?

Die CPU (englisch „Central Position Unit“) ist wortwörtlich das Herzstück Ihres Computers. Sie ist der zentrale Prozessor oder Hauptprozessor eines Computers – sein Gehirn, quasi. Sie übernimmt die zentrale Steuerung und Verarbeitung von Daten. Hier werden die meisten Rechenoperationen und logischen Abläufe, die für den eigentlichen Betrieb eines Computers erforderlich sind, ausgeführt. Programme wie „CPU-Z“ oder „Core-Temp“ können detaillierte Informationen über die CPU-Temperatur und Auslastung geben. Sollte die CPU dauerhaft als hoch ausgelastet angezeigt werden oder die Hardware an sich bereits etwas älter sein, kann ein Upgrade erforderlich sein.

Funktioniert das Kühlungssystem gut genug?

Die Nutzung Ihres PCs generiert natürliche Hitze. Eine Überhitzung kann allerdings die Leistung und Lebensdauer Ihrer Hardware massiv beeinträchtigen. Es ist also von größter Wichtigkeit sicherzustellen, dass Ihr Lüfter ordnungsgemäß funktioniert und die Kühlkörper nicht von Staub blockiert sind. Eine regelmäßige Reinigung sollte als Standard vorgekommen werden. Sollte aber auch ein sauberer Lüfter nicht mehr in der Lage sein, das System ausreichend zu kühlen, ist ein Upgrade notwendig. Gegebenenfalls sogar mit einer Wasserkühlungslösung.

Ist das Netzteil ausreichend?

Überprüfen Sie auch die Leistung und Anschlüsse Ihres PC-Netzteils. Die notwendige Leistung in Watt finden Sie auf der Seite der Komponente. Wenn Sie neue Hardware hinzufügen oder vorhandene aufrüsten, vergewissern Sie sich auch gleichzeitig, dass das vorhandene Netzteil ausreichende Leistung bietet. Es kann also sein, dass Sie bei einem Upgrade eines anderen Teils auch das Netzteil durch ein neues ersetzen müssen. Achten Sie auch darauf, dass die Anschlüsse und Kabel weiterhin kompatibel sind.

Regelmäßige Pflege ist das A und O

Der Computer ist ein Gebrauchsgegenstand, der mit ausreichender und regelmäßiger Pflege, Reinigung und Sorgfalt über viele Jahre hinweg problemfrei funktionieren kann. Aber wie alle elektronischen Geräte, kommen auch die einzelnen Computerkomponenten irgendwann an ihre Grenzen. Durch die Identifizierung von Engpässen und das gezielte Upgrade schwächerer Hardware schützen Sie gleichzeitig ihr gesamtes System und verlängern die Lebensdauer des gesamten PCs. Denken Sie daran, dass nicht immer ein vollständiger Austausch erforderlich ist! Oft reichen gezielte Upgrades aus, um Ihren Computer auf den neusten Stand zu bringen.

Raffael / Redaktionsmitglied
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