Leasing oder kaufen: Was lohnt sich bei Neuwagen mehr?

Inzwischen besitzen fast 83 Prozent der deutschen Haushalte ein Auto. Doch die Entscheidung, auf welche Art und Weise ein Fahrzeug angeschafft wird, ist nicht immer ganz leicht, denn letztlich geht es hier immer um eine erhebliche Summe, die man wohl nur selten bar zu Verfügung hat.

Daher muss als erstes entschieden werden, ob das künftige Auto finanziert oder lieber geleast werden soll. Auf Mivodo.com kann man die Leasing Angebote sehr gut vergleichen.

Kaufen bedeutet bar zahlen oder finanzieren

Wer wirklich so viel Geld auf der hohen Kante liegen hat, der kann ein Auto auch bar bezahlen. Damit hat er, verglichen mit einer Finanzierung, auf jeden Fall eine kostengünstigere Option gewählt. Es fallen keine monatlichen Raten an und auch keine Gebühren und Zinsen.

Dafür ist aber das komplette Kapital ausgegeben und kann nicht für andere Anschaffungen genutzt werden. Für eventuelle Notfälle und Reparaturen sollten aber ausreichend Rücklagen zur Verfügung stehen.

Der finanzierte Autokauf

Wenn es um eine Finanzierung für ein Fahrzeug geht, wird hier zwischen der Ratenfinanzierung, der Ballonfinanzierung und der Drei-Wege-Finanzierung unterschieden.

Ratenfinanzierung

Die Ratenfinanzierung ist der klassische Autokredit. Hier wird ein Zeitraum für die Abzahlung des Fahrzeuges festgelegt, daraus ergibt sich dann auch die monatliche Ratenbelastung. Am Ende der Laufzeit geht das Auto in den eigenen Besitz über.

Ballonkredit

Hier werden zunächst vergleichsweise geringe monatliche Raten gezahlt. Am Ende der Laufzeit wartet dann der Ballonrate bzw. die große Abschlusszahlung. Entscheidend bei dieser Variante ist natürlich, dass man für den Ballon entsprechend ausreichend angespart hat. Kann die Abschlussrate nicht vollständig beglichen werden, kommt es nun zu einer Anschlussfinanzierung. Allerdings sind die Bedingungen schlechter als beim zuvor vereinbarten Kredit.

Drei-Wege-Finanzierung

Die Drei-Wege-Finanzierung verfolgt ein ähnliches Prinzip wie der gerade beschriebene Ballonkredit. Hier allerdings kommt noch eine Anzahlung hinzu. Nachdem alle Raten gezahlt wurden, stehen dem Käufer 3 Möglichkeiten zur Auswahl.

Möglichkeit Nr. 1: Das Fahrzeug wird dem Händler zurückgegeben.

Möglichkeit Nr. 2: Der verbleibende Betrag wird in einer Summe gezahlt und das Auto geht in den Besitz des Kreditnehmers über.

Möglichkeit Nr. 3: Die Restsumme wird ebenfalls in Raten abgezahlt

Alles rund um Leasing

Eine weitere Variante ist neben dem Kauf und der Finanzierung eines Fahrzeuges das Leasing. Auch hier wird das Fahrzeug über einen zuvor ausgewählten Zeitraum mit Raten bezahlt. Dabei hängt die Höhe der Raten von der künftigen jährlichen Kilometerleistung ab. Für gewöhnlich bewegt sich diese Kilometerleistung bei privater Nutzung bei etwas über 13.000 km. Ebenso ist es aber auch möglich, diese individuell zu vereinbaren. Die monatliche Belastung kann durch eine Anzahlung zu Vertragsbeginn verringert werden, diese ist aber nicht verpflichtend. Normalerweise wird das Fahrzeug am Ende der Laufzeit an den Händler zurückgegeben.

Besonders lohnenswert ist das Leasing für diese Nutzer

Besonders beliebt ist das Leasing bei Gewerbekunden, sie können nämlich die monatlichen Raten komplett als Betriebsausgaben absetzen. Das sorgt dafür, dass die Steuerlast gesenkt wird. Außerdem bleibt zusätzlich die Liquidität des Unternehmens erhalten. Zudem sorgt das Geschäftswagenleasing auch für Prestigevorteile. Letztlich fährt man immer mit dem neuesten Modell herum, das auch technisch auf dem neuesten Stand ist. Im Gegensatz zum Kauf darf es hier auch durchaus die obere Mittelklasse oder die Oberklasse sein.

Doch auch bei Privatkunden erfreut sich das Leasing einer zunehmenden Beliebtheit. Diese Tatsache ist vor allem der hohen Planungssicherheit aufgrund der festen monatlichen Raten geschuldet. Vor allem die flexible Wahl der Leasingverträge hinsichtlich des Leasingzeitraums begeistert die Privatkunden. Hier kann man beispielsweise zwischen einem Leasing von 12, 24 oder 36 Monate gewählt werden.

Besonders attraktiv wird das Privatleasing aber auf Grund der Tatsache, dass vor allem echte Autoliebhaber wegen der überschaubaren Vertragslaufzeit die Möglichkeit haben, immer wieder das neueste Modell zu fahren.

Mit Verschleißreparaturen ist hier für gewöhnlich auch nicht zu rechnen, da es sich um Neuwagen mit Garantie handelt. Wenn es sich um eine vereinbarte Laufzeit von 24 Monaten handelt, werden sämtlich Verschleißschäden automatisch durch die zweijährige Herstellergarantie abgedeckt.

Hinzu kommt noch, dass es auch möglich ist, einen Full-Service-Vertrag abzuschließen. Dieser beinhaltet sämtliche Kosten für Wartung, Inspektion und Reparaturen. Diese Variante lässt sich am besten als Rundum-Sorglos-Paket beschreiben.

Was das Kilometerleasing betrifft, so spielt bei der Rückgabe des Fahrzeuges der aktuelle Fahrzeugwert keine Rolle. Ebenfalls wichtig zu wissen ist, dass unvorhersehbare Risiken, zu denen auf jeden Fall der Diesel-Abgas-Skandal zählt und auf Grund dessen der Diesel einen deutlichen Wertverlust erlitt, für den Leasingnehmer hier ebenfalls keine Rolle spielen. Dieses Risiko trägt allein der Leasinggeber. Außerdem sollte man wissen, dass die Raten hier oft niedriger als bei der Finanzierung sind. Das liegt daran, weil hier ja nur die Nutzung des Fahrzeuges bezahlt wird.

Fazit

Das Leasing ist eine interessante Alternative zur Kreditfinanzierung auch für Privatpersonen. Man fährt immer das aktuelle Modell einer Marke und braucht sich über Reparaturen und Wartung keine großen Gedanken machen. Wer also kein Problem damit hat, dass er kein Eigentum an dem Fahrzeug besitzt, sondern nur für die Nutzung zahlt, fährt hier durchaus richtig.

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