Staub und Allergene beim Saugen zurückhalten

Hausstaub setzt sich aus Hautschuppen, Textilfasern, Pollen, Tierhaaren, mineralischen Teilchen und weiteren Bestandteilen zusammen. Darunter können sich auch Stoffe befinden, die bei empfindlichen Personen allergische Beschwerden auslösen. Beim Staubsaugen zählt daher nicht nur, wie viel sichtbarer Schmutz vom Boden verschwindet. Zu berücksichtigen ist ebenfalls, wie eingesaugte Partikel im Gerät abgeschieden werden und welche Bestandteile mit der Abluft zurück in den Raum gelangen. Wasserstaubsauger verwenden hierfür einen mit Wasser gefüllten Behälter anstelle eines klassischen Staubbeutels.

 

Kurzfassung

  • Wasserstaubsauger leiten eingesaugte Luft mit Staub und Schmutz in einen Behälter, der vor der Nutzung mit Wasser gefüllt wird.
  • Beim Kontakt mit der Flüssigkeit kann ein Teil der mitgeführten Partikel gebunden und im Behälter zurückgehalten werden.
  • Für Menschen mit Allergien sind neben der Schmutzaufnahme auch Abluft, weitere Filterstufen und der Umgang mit feinem Staub zu berücksichtigen.
  • Beutel-, Zyklon- und Wasserstaubsauger unterscheiden sich vor allem darin, wie sie Schmutz aus dem Luftstrom abscheiden und sammeln.

Staubaufnahme und Luftführung im Gerät

Beim Saugen erzeugt der Motor einen Unterdruck. Die Bodendüse nimmt über den entstehenden Luftstrom Krümel, Haare, Fasern und feine Staubteilchen auf. Diese Mischung gelangt durch Schlauch und Rohr in das Innere des Geräts. Wie die Bestandteile anschließend getrennt werden, hängt vom verwendeten Sammelverfahren ab.

Bei einem Beutelstaubsauger strömt die Luft durch einen Staubbeutel, in dem die großen Teile des Schmutzes zurückbleiben. Weitere Filter können kleinere Partikel aus der Abluft abfangen. Zyklonstaubsauger versetzen die eingesaugte Luft dagegen in eine schnelle Drehbewegung. Schwerere Bestandteile werden durch Fliehkräfte nach außen bewegt und im Staubbehälter gesammelt. Für feinere Teilchen werden je nach Gerät weitere Filter eingesetzt.

Ein Wasserstaubsauger nutzt einen mit Wasser gefüllten Behälter. Die angesaugte Luft wird abhängig von der Bauart in Kontakt mit der Flüssigkeit gebracht. Die mitgeführten Staubpartikel verbinden sich mit dem Wasser und verbleiben anschließend im Behälter.

Wasser bindet viele Partikel zuverlässig

Die Abscheidung von Staub und anderen Verunreinigungen im Wasser wird von mehreren technischen Faktoren beeinflusst. Größere Staubpartikel, Haare und viele typische Verschmutzungen aus dem Haushalt lassen sich im Wasser binden und sammeln. Bei besonders kleinen Schwebstoffen spielen zusätzlich die Luftführung, die Strömungsgeschwindigkeit sowie die Konstruktion des gesamten Filtersystems eine wichtige Rolle.

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Für eine fundierte technische Beurteilung sollten Wasserabscheidung, Leistung, Luftführung und gegebenenfalls vorhandene Nachfilter gemeinsam betrachtet werden.

Für Haushalte, in denen eine möglichst geringe Staub- und Allergenbelastung wichtig ist, können Wasserfiltersysteme eine interessante Option sein. Das Wasser dient dabei als Sammelmedium für eingesaugten Staub, Haare und weitere Verunreinigungen.

Allergene können an Staubpartikeln haften

Eine Hausstauballergie richtet sich nicht gegen gewöhnlichen Staub an sich. Beschwerden können beispielsweise durch Eiweißbestandteile von Hausstaubmilben ausgelöst werden. Pollen und Tierallergene können ebenfalls an feinen Partikeln haften und sich auf Böden, Teppichen oder Polstermöbeln ablagern.

Beim Saugen werden solche Partikel zusammen mit anderem Schmutz aufgenommen. Ein Teil kann erneut in die Raumluft gelangen, wenn die Abscheidung im Gerät nicht ausreichend ist oder beim Entleeren trockener Staub aufgewirbelt wird. Für die technische Einordnung ist die Abluft daher ebenso zu betrachten wie die sichtbare Schmutzaufnahme an der Bodendüse.

Bei einem Wasserbehälter befindet sich der gesammelte Schmutz nach dem Saugen in einer Flüssigkeit. Das verändert den Entleerungsvorgang gegenüber einem trockenen Staubbehälter.

Schmutzaufnahme auf verschiedenen Oberflächen

Auf Fliesen, Parkett oder Laminat liegt loser Staub überwiegend an der Oberfläche. In Teppichen können sich Haare und Partikel zwischen den Fasern festsetzen. Polstermöbel und Matratzen besitzen wiederum textile Schichten, in denen sich Verunreinigungen unterschiedlich tief ablagern können.

Für die Aufnahme sind Bodendüse, Bürste und Luftstrom maßgeblich. Eine motorisierte Bürste kann textile Fasern mechanisch bewegen und darin sitzende Teilchen lösen. Auf empfindlichen Hartböden kommen dagegen andere Düsen zum Einsatz.

Das Wasser im Behälter beeinflusst die Abscheidung des bereits eingesaugten Schmutzes. Ob dieser Schmutz zuvor aus einem Teppich oder Polster gelöst wird, hängt hingegen von der verwendeten Düse und der behandelten Oberfläche ab. Das Sammelsystem und die Bodendüse erfüllen somit unterschiedliche technische Aufgaben.

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Unterschiede im Alltag sachlich einordnen

Das Sammeln von Schmutz in Wasser verändert vor allem den Umgang mit den aufgenommenen Partikeln. Beim Entleeren liegt der Schmutz nicht als trockene Staubmasse im Behälter vor. Die aufgenommenen Rückstände werden zusammen mit dem Schmutzwasser entfernt und somit nicht in der Raumluft verteilt. Anschließend lässt sich der Behälter für den nächsten Einsatz ausspülen.

Zudem benötigen Beutelstaubsauger benötigen regelmäßig neue Staubbeutel, deren Nachkauf über die Nutzungsdauer wiederkehrende Kosten verursachen kann. Wasserstaubsauger kommen bei der Schmutzaufnahme ohne Staubbeutel aus und stellen eine ressourcenschonende Option dar.

Zwischen einzelnen Geräten bestehen zudem Unterschiede bei Behältergröße, Gewicht, Lautstärke, Filteraufbau, Zubehör und Handhabung. Allein die Bezeichnung „Wasserstaubsauger“ erlaubt daher keine Aussage darüber, wie ein bestimmtes Modell mit sehr feinen oder allergenhaltigen Partikeln umgeht.

Fazit

Wasserstaubsauger sammeln eingesaugten Schmutz in einem mit Wasser gefüllten Behälter und unterscheiden sich damit technisch von Beutel- und Zyklongeräten. Die aufgenommenen Partikel gelangen mit dem Luftstrom in das wassergeführte Abscheidesystem, wo Verunreinigungen im Wasser gesammelt werden. Für Menschen mit Allergien sind jedoch auch Abluft, mögliche Nachfilter und die Aufnahme feiner Partikel zu berücksichtigen. Das Wasserfiltersystem allein erlaubt keine pauschale Aussage über die Eignung bei Allergien. Luftführung, Partikelabscheidung, Filterung, passende Düse und regelmäßige Reinigung müssen gemeinsam betrachtet werden. Ein Staubsauger kann allergenhaltige Partikel von Oberflächen aufnehmen und zurückhalten, eine Allergie selbst jedoch weder verhindern noch behandeln.

Raffael / Redaktionsmitglied

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