Als Handwerker in die Selbstständigkeit – Förderungen und Tipps

Handwerker nehmen eine wichtige Position in Unternehmen und Privathaushalten ein, denn früher oder später müssen Schäden repariert, Gegenstände gefertigt oder Geräte montiert werden. Verantwortungsbewusste und handwerklich begabte Personen können sich in dieser Branche selbstständig machen und finanziell gefördert werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Selbstständigkeit als Handwerker gelingt auch ohne Meister.
  • Es gibt verschiedene Förderprogramme für selbstständige Handwerker.
  • Gebrauchte Werkzeuge und Geräte gibt es für kleines Budget im Internet.

Der Meistertitel – nicht für alle Handwerksberufe Pflicht

Wer ein Gewerbe professionell ausüben möchte, benötigt dafür die entsprechende Ausbildung und muss einen erfolgreichen Abschluss nachweisen. In zahlreichen Handwerksbranchen herrscht Meisterzwang, das heißt, der Unternehmensgründer muss seinen Meistertitel nachweisen.

In zulassungspflichtigen Branchen, wie Maurer, Zimmerer und Metallbauer, müssen Selbstständige die bestandene Meisterprüfung nachweisen. Außerdem gibt es zulassungsfreie Gewerbe, in denen die Prüfung abgelegt werden kann, aber nicht muss. Diese Regelung gilt auch für handwerksähnliche Berufe, wie beispielsweise Uhrmacher, Buchbinder oder Kanalreiniger. Hier ist keine Qualifikation zwingend notwendig, um den Beruf ausüben zu dürfen. Zahlreiche Berufe sind somit für angehende selbstständige Handwerker möglich, auch ohne entsprechende Qualifikation.

Steht die Entscheidung für die Selbstständigkeit im Handwerksbetrieb, können Betroffene verschiedene Förderungen nutzen und sich den Start erleichtern. Finanzielle Unterstützung macht den Start in die Selbstständigkeit überhaupt erst möglich.

Staatlich geförderter Kredit

Wer ein erfolgreiches Handwerksunternehmen leiten möchte, muss zunächst Zeit und Geld investieren. Um den Kapitalbedarf zu ermitteln, errechnen Handwerker in ihrer Finanzplanung und der Investitionsplanung. Aus der Berechnung ergibt sich der Bedarf aus Fremdkapital oder aus Eigenkapital.

Professionelle Berater erstellen, gemeinsam mit dem Handwerker, einen guten Businessplan, der die Beschaffung von Fremdkapital erleichtert. Überdies verfügen Berater über enge Kontakte zu Banken und unterstützen den Existenzgründer bei der Kommunikation mit dem Kreditinstitut. Wer den Förderkredit beanspruchen möchte, kann vor Vertragsschluss ein individuelles Beratungsgespräch anfordern, um staatliche Fördermittel zu optimieren.

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Als Alternative können angehende Selbstständige ihre Existenzgründung mit der Einstiegsförderung finanziell unterstützen. Sogar Arbeitslose können diese Hilfe bekommen.

Selbstständiger Handwerker – Existenzgründung aus Arbeitslosengeld

Existenzgründer, die einen Handwerksbetrieb aufbauen möchten, können für 24 Monate das Einstiegsgeld in zwei Stufen vom Jobcenter erhalten. Die erste Stufe der Förderung bewilligt das Amt vorerst für sechs Monate. Danach kann die Förderung verlängert werden, wenn bei dem Selbstständigen weiterhin Bedarf besteht.

Die Höhe des Einstiegsgeldes variiert und beträgt 50 Prozent der Regelleistung des Arbeitslosengeldes, wobei das Amt die Förderung auf Antrag aufstocken kann. Als Berechnungsgrundlage dienen unterschiedliche Grundlagen: die pauschale Bemessung und die einzelfallbezogene Bemessung.

Das KfW-Partnerportal

Die Kreditbank für den Wiederaufbau offeriert ein Partnerportal, über der Anbieter Handwerksbetriebe fördert und bei unterschiedlichen Baumaßnahmen einbezieht. Seit Juli 2021 können selbstständige Handwerker eine Bundesförderung für effiziente Gebäude beantragen, um Maßnahmen im Rahmen des Klimaschutzes zu unterstützen.

Effektiv kombinieren Existenzgründer die Förderung des KfW-Partnerportals mit eigenem oder fremden Kapital von Privatpersonen. Private Kreditgeber gewähren ein Darlehen, ähnlich wie ein Kreditinstitut und bieten ihre Hilfe über Kreditportale an. Des finanziellen Aufwandes wegen sollten Existenzgründer nur die benötigte Kreditsumme aufnehmen und damit den Betrieb effizient aufbauen, beispielsweise durch den Kauf gebrauchter Geräte.

Gebrauchte Handwerksgeräte in guter Qualität online kaufen

Für Ausstattung geben Existenzgründer einen großen Teil des Kapitals aus und schöpfen das Budget rasch aus. Wer das Geld sinnvoll einsetzen möchte, kauft für den Anfang gebrauchte Maschinen und Anlagen. Egal ob man eine als Tischler eine Formatkreissäge oder als Schlosser eine Bettfräsmaschine gebraucht kaufen will: heutzutage gibt es für jede gebrauchte Maschine verschiedene Anbieter im Internet. Auf Vergleichsportalen und auf Verkaufsplattformen bekommen Handwerker hochwertige, gebrauchte Ausstattung zum kleinen Preis.

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Fazit

Selbstständigkeit als Handwerker ist ein spannendes Kapitel im Leben des Existenzgründers. Aller Anfang ist schwer, aber mit der richtigen Förderung nicht unmöglich. Jeder Handwerker kann die für sich geeignete Fördermöglichkeit beantragen und das Geld gewinnbringend investieren.

Quellen und weiterführende Informationen:

www.papierkram.de/aktuelles/ohne-meisterbrief-einen-handwerksbetrieb-gruenden-geht-das/

www.deutschland-startet.de/finanzierung

 

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