Immobilienmakler werden – Tipps & Tricks

Sie spielen mit dem Gedanken, Immobilienmakler zu werden? Dann befinden Sie sich in guter Gesellschaft! Viele Menschen können sich vorstellen, diesen Beruf zu ergreifen, schließlich verspricht er spannende Aufgaben in Verbindung mit einem sehr guten Verdienst.

Doch ist das wirklich so? Wir nehmen den Beruf Immobilienmakler etwas genauer unter die Lupe.

Das Marktpotential

Als Immobilienmakler vermitteln Sie zwischen Angebot und Nachfrage auf Immobilienmärkten. Derzeit werden alleine in Deutschland Immobilien mit einem Gesamtwert von ca. 135 Milliarden Euro pro Jahr umgesetzt. Hierzu zählen sowohl private als auch gewerbliche Immobilien.

Ein vom Fachmagazin „Immobilienmanager“ jährlich ermitteltes Makler-Ranking stellt die Umsätze der größten Immobilienmaklerunternehmen in Deutschland dar. Demnach erwirtschaften die 21 größten Wohnimmobilien- und Gewerbeimmobilienmakler einen Nettoumsatz von knapp 500 Millionen Euro. Diese beeindruckenden Zahlen verdeutlichen, dass ein Engagement als Immobilienmakler für durchaus lohnenswert sein kann.

Der Beruf Immobilienmakler

Der Beruf Immobilienmakler ist mit vielen Vorurteilen behaftet. „Makler arbeiten wenig und verdienen viel“ – so lautet ein bekanntes Vorurteil. Doch ist das wirklich so? Um diese Frage beantworten zu können, sollten Sie erst einmal im Detail wissen, was ein Immobilienmakler genau macht und worin seine tatsächlichen Aufgaben bestehen.

Immobilienmakler vermitteln zwischen Angebot und Nachfrage an den Immobilienmärkten. Hierbei stehen insbesondere die Beratung und Betreuung von Kunden in allen Fragen rund um Kauf, Verkauf und Anmietung von Immobilien im Vordergrund.

Der Immobilienmakler vertritt gleichermaßen die Interessen der Nachfrager und Anbieter. Nachfrager sind Privatleute oder Unternehmen, die eine Immobilie mieten oder kaufen möchten. Anbieter sind demzufolge Privatleute oder Unternehmen, die eine Immobilie verkaufen oder vermieten wollen.

Immobilienkäufer vs. Immobilienverkäufer

Üblicherweise haben Immobilienanbieter und Immobilieninteressenten unterschiedliche Interessen und Motive. Der Anbieter möchte die Immobilie zu einem möglichst hohen Preis verkaufen oder vermieten. Ein Immobilieninteressent möchte allerdings möglichst wenig bezahlen. Eine wichtige Aufgabe besteht also in der erfolgreichen Vereinigung dieser unterschiedlichen Interessen, sodass es zu einer Einigung kommen kann.

Hierbei kann dem Spezialisten eine Maklersoftware für die Immobilienvermarktung helfen. Wenn es zu einer Einigung zwischen Anbieter und Nachfrager unter Mitwirkung eines Immobilienmaklers kommt, dann erhält der Makler eine Vermittlungsprovision. Grundlage für die Vermittlungsprovision ist der Maklervertrag.

Aufgaben eines Immobilienmaklers

Es mag gewagt erscheinen, den Arbeitsalltag eines Immobilienmaklers als Mischung aus Traumjob und harter Arbeit zu beschreiben. Doch tatsächlich fordert dieser Job vielseitige persönliche Eigenschaften, gestaltet sich sehr abwechslungsreich und ermöglicht erfolgreichen Maklern zudem ein sehr hohes Einkommen.

Die Aufgaben des Immobilienmaklers sind sehr vielschichtig: Er tritt als Vermittler von Grundstücken, Wohnungen, Häusern sowie gewerblich zu nutzender Räume und Objekte auf und ist das Bindeglied zwischen dem Anbieter und dem Suchenden. Was sich zunächst recht langweilig anhört, stellt sich spätestens auf den zweiten Blick als abwechslungsreicher und herausfordernder Beruf dar, der viel Raum für die eigene Entwicklung bietet.

Denn neben den Verwaltungsarbeiten im Büro und den Objekt-Besichtigungen vor Ort sowie den Kundengesprächen und Verhandlungen mit den Auftraggebern bleibt immer auch eine gewisse Portion Freiraum. Also doch eine Mischung aus Traumjob und harter Arbeit?

Der Bürojob

Eine Facette des Arbeitstages eines Immobilienmaklers bildet die Tätigkeit im Büro. Neben den klassischen Verwaltungsaufgaben ist der Makler als Rechercheur und manchmal auch als Werbetexter tätig, denn die im Portfolio befindlichen Objekte des Maklers müssen für die Vermittlung entsprechend aufbereitet werden. Dazu erstellt er Exposés und Grobentwürfe für Werbeanzeigen, die dem potenziellen Kunden in Wort und Bild einen ersten Überblick über das angefragte Objekt verschaffen.

Wichtige Eckdaten sind hier vor allem die Lage („gehobene und ruhige Wohngegend nahe des Stadtparks“), die Größe („repräsentativer Wohnbereich“) sowie der Preis. Der Immobilienmakler sollte zudem über die Fähigkeit verfügen, diese Informationen verkaufsfördernd formulieren zu können.

In geeigneten Medien wie der Tagespresse oder in Onlineportalen bewirbt der Makler die jeweiligen Objekte und beantwortet erste Kundenanfragen am Telefon oder per E-Mail, versendet Exposés sowie vereinbart Besichtigungstermine.

Besichtigung der Objekte vor Ort

Die stärkste Gewichtung im Tätigkeitsprofil eines Immobilienmaklers kommt zweifellos den Besichtigungsterminen der Objekte vor Ort zu. Kundenorientiert und freundlich stellt der Makler das Objekt vor und muss sich bei der Termingestaltung zudem flexibel zeigen, da nicht jeder Interessent während der normalen Büro- und Geschäftszeiten aufgrund eigener Verpflichtungen für eine Besichtigung zur Verfügung steht.

Neben den wirtschaftlichen Interessen des Maklers gilt es, die Wünsche des Kunden zu berücksichtigen sowie die Vorgaben des Auftraggebers umzusetzen. Dies erfordert neben den notwendigen Branchen- und Marktkenntnissen auch entsprechendes Fachwissen, mit dem sich der Makler vor Ort auszeichnet und detaillierte Informationen zum Objekt an den Interessenten weitergibt. Dabei ist die Fähigkeit, im Verkaufsgespräch auf die unterschiedlichsten Kunden eingehen zu können, sehr wichtig.

Fazit: Der Immobilienmakler als Akquisiteur in eigener Sache

Derzeit sind in Deutschland rund 15.000 Immobilienmakler tätig – entsprechend umkämpft ist der Markt. Für den Makler bedeutet das: Er muss zusätzlich zu den beruflichen Aufgaben immer auch Akquise in eigener Sache betreiben – sich also selbst vermarkten können. Obwohl nahezu jede zweite Wohnung in Deutschland durch einen Makler ihren neuen Mieter findet, ist der berufliche Erfolg eines Immobilienmaklers also mitnichten ein Selbstläufer. Hier sind stetige Weiterbildung und entsprechende persönliche Entwicklung gefragt!


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