Rindfleisch grillen – So funktioniert es garantiert

Es darf bei keinem guten Barbecue fehlen – saftiges Rindfleisch in köstlicher Marinade frisch von Grill ist schon etwas ganz Besonderes.

Doch auch im Winter, wenn nur wenige hart gesottene Grillfans sich nach draußen stellen, um die Steaks am Grill zuzubereiten, kann mit der richtigen Grillpfanne zumindest etwas Grillfeeling aufkommen. Um beim Rindfleisch vom Grill maximalen Genuss erleben zu können, ist es als erstes wichtig, das richtige Fleisch auszuwählen.

Da wäre beispielsweise die Frage nach dem Stück vom Rind, das gegrillt werden soll. Besonders beliebt sind bei vielen die allseits bekannten Rib-Eye-Steaks oder auch die großen T-Bone-Steaks. Doch auch Rinderfilet erfreut sich zunehmend größerer Beliebtheit. Bei der Auswahl des Fleisches sollten Sie darauf achten, dass das Fleisch nicht zu mager ist. Rindfleisch sollte immer eine angenehme leichte Fettmarmorierung aufweisen, da es andernfalls bei der Zubereitung zu trocken werden könnte.

Außerdem ist Fett ein Geschmacksverstärker. Deshalb sollten vor der Zubereitung auch nur die Sehnen und die Haut entfernt werden – ist an den Filetstücken noch eine dünne Fettschicht vorhanden, ist es das Beste, diese am Fleisch zu belassen. Da die meisten Fleischstücke am Markt heute von Jungbullen stammen, ist das Fleisch ohnehin vergleichsweise mager. Denn Jungbullen werden mit 18 Monaten geschlachtet. Zu dieser Zeit hat das Fleisch der Jungbullen einen optimalen Fettgehalt. Erst danach beginnt langsam die Verfettung der Rinder.

Rinderfilet vorbereiten

Landläufig gilt das Filetstück eines Tieres als eines der edelsten Fleischstücke. Das gilt auch für Rinderfilet. Dass Rind unter den verschiedenen Fleischsorten, die wir in Deutschland regelmäßig auf den Grill legen, als eine der gesündesten gilt, wird immer wieder auch von offizieller Stelle bestätigt. So unterstreicht das Bundeszentrum für Ernährung beispielsweise den hohen Gehalt an wichtigen Vitaminen und Nährstoffen im Vergleich zum eher geringen Kaloriengehalt von Rindfleisch.

Damit Rinderfilet aber nach dem Grillen auch ein echter Genuss ist, muss es vor der Zubereitung entsprechend vorbereitet werden. Die Vorbereitung des Filets beginnt bereits bei der Auswahl des richtigen Fleischstücks. Fragen Sie den Fleischer Ihres Vertrauens, ob das Rind nach der Schlachtung abgehangen wurde. Nur so kann es auch nach dem Grillen noch wirklich saftig sein – Fleisch, das zu schnell nach der Schlachtung verarbeitet wird, wird bei der Zubereitung eher trocken und zäh.

Wichtig ist auch die Frage, wie dick das Stück Fleisch ist, das Sie grillen möchten. Das haben Sie grade bei Rinderfilet oft selbst in der Hand – vor allem, wenn Sie ein ganzes Filetstück kaufen und dieses dann zu Hause in entsprechende Scheiben schneiden. Die Stücke sollten im Idealfall rund 3 cm dick sein.

Ist das Parieren des Fleisches – also das Zuschneiden und Entfernen von Sehnen, Haut und überschüssigem Fett – erledigt, sollte das Fleisch so lange liegen bleiben, bis es auf Zimmertemperatur ist. Für ein optimales Ergebnis sollte Rindfleisch niemals kalt auf den Grill oder in die Pfanne gelegt werden.

Damit das Grillen des Rinderfilets gelingt, brauchen Sie außerdem noch das richtige Zubehör. Eine Grillzange ist wichtig, da Sie Rindfleisch beim Garvorgang niemals mit einer Gabel einstechen und umdrehen sollten. Außerdem benötigen Sie auf jeden Fall ein Fleischthermometer, da es andernfalls kaum möglich ist zu prüfen, wann das Fleisch die richtige Temperatur erreicht hat.

Schon gewusst?

Für den maximalen Genuss muss auch das Getränk zur Speise passen. Bei Rindfleisch passen beispielsweise verschiedene Weinsorten ganz hervorragend zum Essen. Hier ist es wichtig, bereits vor der Zubereitung der Speisen den richtigen Wein gekauft und auf die passende Trinktemperatur gebracht zu haben.

Bei der Frage, ob das Fleisch vor dem Grillen mariniert oder gewürzt werden sollte, scheiden sich die Geister. Die meisten Experten und Köche empfehlen Rindfleisch vor dem Grillen gar nicht zu würzen. Gerade Rindfleisch hat einen vergleichsweise starken Eigengeschmack. Möchten Sie allerdings ein echtes American Barbecue servieren, gehören Steaks oder Spare-Ribs vor dem Grillen entsprechend lange mariniert. Wenn Sie allerdings ein Rinderfilet grillen möchte, sollten Sie dieses Fleischstück vor dem Grillen weder marinieren noch würzen. Auch waschen oder abtupfen ist bei einem Stück Rinderfilet nicht notwendig bzw. nicht zu empfehlen.

Rinderfilet grillen – Schritt für Schritt

Rindfleisch grillen ist eine kleine Kunst für sich – aber wenn man weiß, worauf es ankommt, ist die Zubereitung eines saftigen Stücks Rinderfilet eigentlich gar nicht so schwer. Unabhängig davon, ob Sie das Rinderfilet in der Grillpfanne oder auf dem Grill zubereiten möchten – das Grillrost oder die Pfanne sollte vor dem Grillen mit einem geschmacksneutralen Öl dünn bestrichen werden. Wenn das Öl anfängt zu perlen, kann das Fleisch aufgelegt werden.

Dann ist es wichtig, das Rinderfilet von allen Seiten gleichmäßig zu grillen. Dabei muss das Rinderfilet nicht ständig hin und her gedreht werden. Legen Sie das Stück Fleisch einfach auf den Grill oder die Pfanne und lassen Sie es für fünf Minuten liegen. Dann wenden Sie das Filetstück. Von oben und unten lassen Sie das Fleischstück jeweils fünf Minuten grillen – auf den Seiten reichen 2 Minuten pro Seite.

Als Nächstes ist es wichtig, mit dem Fleischthermometer die Temperatur im Zentrum des Filetstücks zu messen. Dazu führen Sie das Fleischthermometer ins Zentrum des Stückes Fleisch ein. Wenn das Fleisch noch nicht die richtige Temperatur erreicht hat, sollten Sie das Thermometer im Fleisch stecken lassen. Andernfalls tritt beim weiteren Grillen zu viel Fleischsaft aus dem Loch aus, sodass das Fleischstück zu trocken wird.

Hat das Fleisch die richtige Temperatur erreicht, nehmen Sie es vom Grill oder aus der Pfanne und legen es auf einen leicht angewärmten Teller. Hier lassen Sie das Fleisch drei Minuten lang ruhen, damit sich die Fleischsäfte optimal sammeln können. Anschließend können Sie das Filetstück genießen.

Probieren Sie das Filet als erstes ohne weitere Gewürze – im Idealfall brauchen Sie lediglich etwas Salz, um das optimale Geschmackserlebnis aus Ihrem Rinderfilet herauszuholen.

Tipp

Wenn Sie Rindfleisch grillen, stellt sich immer auch die Frage nach den richtigen Beilagen. Von einem einfachen Salat über selbst gemachte Pommes bis hin zu Folienkartoffeln beispielsweise ist hier vieles möglich.

Rare Medium oder Well Done

Gerade bei der Frage nach der richtigen Garstufe sind die Geschmäcker sehr unterschiedlich. Hier stehen drei klassische Garstufen zur Auswahl:

  • Rare oder zu Deutsch „blutig“
  • Medium
  • Well Done – also „gut durch“

Von blutig spricht man, wenn das Stück Fleisch außen schön knusprig ist und innen noch roh und lauwarm. Medium ist ein Rinderfilet, wenn es außen ebenfalls schön knusprig ist und innen angenehm rosa und warm. Well Done ist das Rinderfilet, wenn es gleichmäßig durchgegart ist.

Es ist sehr schwer, ohne Fleischthermometer festzustellen, ob ein Stück Fleisch die richtige Gartemperatur erreicht hat. Mit einem solchen Thermometer hingegen ist es sehr einfach. Denn zu den einzelnen Garstufen gibt es klare Temperaturzuordnungen:

  • Rare – 45 – 52 Grad Celsius
  • Medium – 53 – 59 Grad Celsius
  • Well Done – 60 – 63 Grad Celsius

Das Fleisch sollte auf keinen Fall heißer als 63 Grad Celsius werden. Andernfalls wird es eher zäh und trocken als butterweich und saftig.

Fazit

Rindfleisch grillen ist eine Kunst für sich – aber eine Kunst, die man relativ leicht erlernen kann. Dabei ist es nur wichtig, sich an einige einfache Grundregeln zu halten. Dann wird auch Ihr nächstes Rindersteak ein echter Hochgenuss.

Schreibe einen Kommentar


ähnliche Beiträge