Was hilft gegen Mundgeruch?

Für viele Menschen ist Mundgeruch ein großes Problem und in vielerlei Hinsicht sogar ein Tabu-Thema. Aber dennoch lohnt es sich, dieses Thema anzusprechen und der Frage nachzugehen „Was hilft gegen Mundgeruch?“

Tipps gegen Mundgeruch

Mundgeruch betrifft viele Menschen und sie sind sich nicht darüber bewusst. Allerdings ist dieses Problem häufiger verbreitet, als viele meinen, was dann zu unangenehmen Situationen und Schamgefühl führen kann.

Doch es gibt einige hilfreiche Tipps, wie es möglich ist, Mundgeruch erfolgreich zu bekämpfen und wie das möglich ist, das erklären wir hier.

Das Tabu-Thema: Mundgeruch

Betroffene bemerken in der Regel das Problem nicht selbst, sondern zumeist sind es andere Menschen, die den Geruch wahrnehmen. Dieser üble Geruch, der aus dem Mundraum strömt, ist für die meisten sehr unangenehm. Wird Mundgeruch wahrgenommen, dann sollte der Betroffene freundlich auf das Problem aufmerksam gemacht werden, da dies ernstzunehmende Ursachen und Folgen mit sich bringen kann.

Allerdings kann jeder für sich selbst in Erfahrung bringen, ob er unter Mundgeruch leidet oder nicht. Dafür wird sich in die hohle Hand gehaucht oder in eine kleine, leere Plastiktüte. Im Anschluss wird die ausgeatmete Luft gerochen. Alternativ ist der Schleck-Test hilfreich. Dafür wird mit der Zunge über das Handgelenk geleckt. Dann den Speichel kurz trocknen lassen. Wird ein unangenehmer Geruch festgestellt, dann gilt es, die Ursache für den schlechten Atem herauszufinden.

Wodurch kann Mundgeruch entstehen?

Die Ursache für den unangenehmen Geruch liegt zumeist im Mund- und Rachenraum. Der harmloseste Grund für einen schlechten Atem sind Speisen und Getränke. Werden bspw. Gerichte mit viel Zwiebeln und Knoblauch gegessen, dann kann der Atem selbst noch nach Tagen streng riechen, was dann von den Mitmenschen als unangenehm empfunden wird. Aber auch Alkoholkonsum, Stress und Rauchen begünstigen die Bildung von Bakterien im Mundraum und damit Mundgeruch.

Sollte der unangenehme Geruch nicht auf Lebensmittel zurückzuführen sein, dann gilt es die eigene Zahnhygiene zu überprüfen. Zumeist lässt sich Mundgeruch durch eine regelmäßige und gründliche Zahnpflege in den Griff bekommen. Dazu gehört, dass mindestens 2-mal täglich die Zähne geputzt werden. Darüber hinaus ist die Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürsten hilfreich sowie das Säubern der Zunge mit Hilfe von einem Zungenschaber.

In den seltensten Fällen sind Stoffwechsel- und Verdauungsprobleme oder andere Krankheiten der Grund für Mundgeruch. Sollte der Atem süßlich oder nach Ammoniak riechen, dann sollte unbedingt der Arzt aufgesucht werden. Während im ersten Fall der Grund für den Mundgeruch eine Diabetes-Erkrankung sein kann, kann Zweites auf eine Nierenerkrankung hinweisen.

Was hilft gegen Mundgeruch – Hausmittel

Ist es auszuschließen, dass der Mundgeruch Stoffwechsel- oder krankheitsbedingt auftritt, dann gibt es nicht nur Mundwasser, Atem-Erfrischer und Kaugummi, sondern auch günstige Hausmittel, die natürlich und langfristig für einen frischen Atem sorgen.

Zitronensaft: Das Bakterienwachstum im Mundraum wird durch verdünnten Zitronensaft gehemmt. Zugleich wird der Speichelfluss angeregt. Um Mundgeruch zu bekämpfen, sollte ein Mundwasser aus dem Saft einer halben Zitrone und einem Glas Wasser zubereitet werden. Damit wird der Mund regelmäßig gespült.

Tee: Salbei-, Kamillen-, Schwarz- oder Grüner Tee ist ebenso hilfreich, anstelle der teuren Mundwässer aus Apotheke und Drogerie. Der Tee wird einfach aufgebrüht und nachdem dieser etwas abgekühlt ist, wird der Mundraum damit gründlich gespült. Die Polyphenole, die im Tee enthalten sind, wirken bakterienhemmend, womit der Mundgeruch auf natürliche Weise gehemmt wird.

Äpfel und Apfelessig: der Döner zum Mittagessen und am Abend dann die leckeren Spaghetti Agio Olio beim Italiener. Damit die unangenehme Zwiebel- oder Knoblauchfahne vermieden wird, ist es hilfreich, nach einem geruchsintensiven Essen einen Apfel zu essen. In dem Obst sind sekundäre Pflanzenstoffe enthalten. Diese wirken antibakteriell und beugen Mundgeruch vor. Eine weitere Alternative ist es, einen Esslöffel Apfelessig in ein Glas lauwarmes Wasser zu geben und damit den Mundraum gründlich zu spülen.

Kaffeebohnen: Wer kein Kaugummi mag oder Pfefferminz-Bonbons nicht kauen möchte, der kann auch einige Kaffeebohnen zerkauen, um für einen besseren Atem zu sorgen. Die bringt sogar einen weiteren Vorteil mit sich: In den Bohnen ist kein Zucker enthalten und damit wird die Mundflora nicht aus dem Gleichgewicht gebracht.

Backpulver: Für eine Mundspülung wird ein halber Teelöffel Backpulver in einem Glas Wasser aufgelöst. Damit wird der Mundraum zweimal täglich gespült. Durch das Backpulver wird der schlechte Atem neutralisiert. Dies passiert, indem es den Zungenbelag schonend entfernt und den pH-Wert im Mundraum wieder ins Gleichgewicht bringt.

Frische Kräuter: Hilfreich ist es, nach einem geruchsintensiven Essen einen Stängel Petersilie zu zerkauen. Das Küchenkraut enthält Chlorophyll sowie ätherische Öle, was geruchsbindend wirkt. Auch Minze, Gewürznelken, Fenchelsamen, Kamille und Dill haben denselben Effekt.

Wissenswert!

Im asiatischen Raum wird viel mit Knoblauch und Zwiebeln gekocht. Jedoch wird Mundgeruch nicht nur durch diese Lebensmittel verursacht, sondern auch durch ein geschwächtes Agni (Verdauungsfeuer) und den dadurch entstehenden Verdauungsproblemen. Nach dem Essen kauen bspw. die Inder daher Mukhwas, was übersetzt so viel wie „Mund-Geruch“ bedeutet. Zumeist handelt es sich dabei um eine Mischung, die aus Kräutern, Samen und Körnern besteht, wie bspw. Fenchel, Anis oder Sesam. Einige werden direkt so angeboten oder mit einer Hülle aus Zucker überzogen. Hinzu kommen noch Aromen / ätherische Öle wie Eukalyptus, Rosenöl oder Pfefferminz. Damit wird nicht nur dem Mundgeruch ein Strich durch die Rechnung gemacht, sondern auch die Verdauung gefördert.

Was hilft gegen Mundgeruch zusätzlich?

Am besten hilft die gründliche Mundhygiene und das mindestens 2x täglich – am besten jedoch nach jedem Essen. Ergänzt sollte dies noch gegen eine halbjährliche professionelle Mundhygiene durch den Zahnarzt.

Um Bakterien wegzuschwemmen und das Austrocknen des Mundes zu verhindern, ist es zudem wichtig, über den Tag ausreichend zu trinken. Empfehlenswert sind ungesüßte Tees mit Zimt, Anis oder Kümmel. Auch grüner Tee hemmt das Wachstum von Bakterien. Um den Speichelfluss zwischendurch anzuregen, helfen zuckerfreie Kaugummis. Nicht hilfreich wirken sich Zigaretten und übermäßiger Alkoholkonsum aus, denn das führt zur Austrocknung der Mundschleimhaut. Daher ist ein Rauch-Stopp sowie der Verzicht auf Alkohol ein wichtiger Schritt gegen Mundgeruch.

Letzte Aktualisierung am 8.05.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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