Rotweinsorten – Top 5 Rebsorten

Wein wird schon seit Jahrtausenden kultiviert und getrunken. Neben Weißwein und Roséwein ist es vor allem der Rotwein mit seinen von Rebsorte zu Rebsorte unterschiedlichen charakteristischen Geschmackseigenschaften, der bei Weinkennern besonders beliebt ist.

Rotweine können mild und lieblich, aber auch kräftig und trocken schmecken. Je nach Rebsorte eignet sich ein Rotwein zur Unterstreichung verschiedener Speisen. Wir stellen Ihnen die Top 5 Rebsorten für einen guten Rotwein vor.

Die besten Rotweine

Cabernet Franc

Der Cabernet Franc darf als kleiner, nicht so bekannter Bruder der Rebsorte Cabernet Sauvignon bezeichnet werden. Die Rebsorte wird im Anbaugebiet Bordeaux bzw. Bordelais, genauer im Südwesten Frankreichs, im Department Gironde angebaut. Besonders die Mündungsgebiete der Flüsse Dordogne und Garonne, die auf dem 45. nördlichen Breitengrad liegen, bieten ideale Anbaubedingungen. Man kann das Weinbaugebiet Bordeaux in die sehr unterschiedlichen Regionen Medoc, Graves, Entre-Deux-Mers, Libournais sowie Blayais und Bourgeais einteilen.

Hinsichtlich ihres Aromas erinnern Rotweine der Rebsorte Cabernet Franc an Himbeeren und schwarze Johannisbeeren. Aber auch Erdbeeren sowie Veilchen sind enthalten. Dazu kommen Noten von Paprika und grünem Pfeffer. In der Gesamtbewertung lassen sich Rotweine aus Cabernet Franc als im Duft und Geschmack als reichhaltig und intensiv beschreiben.

Cabernet Franc gilt zwar als klassischer „Verschnittwein“, der beispielsweise zu den drei Rebsorten gehört, die in einem Bordeaux enthalten sein dürfen. Es gibt aber auch exquisite Weine, die etwa in Südafrika reinsortig angebaut werden. Ein Cabernet Franc passt ausgezeichnet zu dunklem Fleisch und aromatischen Saucen, also zu Wild, Lamm, kräftig gewürztem Geflügel sowie natürlich zu intensiv-aromatischem Käse, der auf einem Schneidebrett aus Holz kredenzt wird.

Tempranillo

Ein auf hochwertige Weine spezialisierter Fachhändler führt in der Regel auch Rotweine der Rebsorte Tempranillo, immerhin gilt sie als wichtigste Rebsorte Spanien. Charakteristisch sind die kleinen, früher reifen Beeren, die ihr den Namen gegeben haben (Tempranillo, von temprano = früh). Als Hauptanbaugebiete für Tempranillo gelten La Rioja (vor allem am Ufer des Ebro), Ribera del Duero (am Ufer des gleichnamigen Flusses), die Region Penedès, La Mancha sowie Navarra. Darüber hinaus ist die Sorte in Portugal zu finden.

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Weine der Rotweinsorte Tempranillo sind von dunkler Farbe, elegant weich und zugleich kräftig im Geschmack. Oft duften sie nach Erdbeeren oder Pflaumen, länger dekantierte Tempranillo-Weine hingegen entfalten ein Bouquet nach Tabak, Leder, Bitterschokolade, Kirschen oder Unterholz. Sie zeichnen sich durch ihre milden Tannine, wenig Säure sowie ihren fruchtig-duftigen Charakter aus. Ihr Alkoholgehalt ist mit etwa 11 bis 13 Vol.-% mittelstark.

Einen Tempranillo kann man durchaus für sich genießen, wer ihn aber zum Essen anbieten möchte, der sollte ihn zu Wild, Rind- bzw. Schweinefleisch oder auch zu Ente reichen. In Spanien selbst genießt man den Rotwein auch zu dunkleren Fischsorten bzw. zu Knoblauch-Scampi.

Sangiovese

Unter den italienischen Rotwein Sorten nimmt der Sangiovese eine wichtige Position ein, da die Rebsorte die Grundlage für eine Vielzahl von Weinen ist, etwa Brunello di Montalcino Chianti Classico, Chianti oder Vino Nobile di Montepulciano. Hauptanbaugebiet für Sangiovese ist die Toskana, aber auch in der Emilia Romagna sowie in den Marken in Mittelitalien. Zudem wird er in Argentinien, Kalifornien und Australien kultiviert.

Vom Bouquet und Geschmack her ist der Sangiovese ein Wein rubinroter, dunkler Farbe mit hohem Tannin- und Säuregehalt. Sein Geschmack ist fruchtig und es sind Aromen von Brombeeren, Blau- und Johannisbeeren sowie Preiselbeeren erkennbar. Zudem gibt es würzige Aromen wie Lakritze, Tabak, Nelken und Leder. Wie andere Rotwein Sorten auch ist der Sangiovese reich an Alkohol und besitzt darüber hinaus ein erstklassiges Alterungspotenzial.

Durch sein Aroma eignet sich der Sangiovese vor allem zu Grillfleisch, Lamm oder geschmortem Fleisch. Er kann aber auch zu würzigen Käsesorten gereicht werden. Aber man kann ihn selbstverständlich auch einfach so genießen, einfach mit einem Stück kräftigem Brot.

Merlot

Eine der bekanntesten Rotwein Sorten ist der Merlot, eine Rebsorte aus Frankreich. Sie wird hauptsächlich in der Region Bordeaux angebaut und gilt heute mit Blick auf die Anbaufläche als weltweite Nr. 2 im Flächenranking.

Merlot gilt als fruchtiger, körperreicher bzw. molliger und vollmundiger Rotwein. Er wird zumeist mit anderen Rebsorten gemischt, da er diese zu verfeinern und harmonisieren vermag. Als reinsortiger Wein kommt Merlot nicht häufig vor. Er ist ein dunkelfarbiger Wein mit Geschmacksnoten von Pflaumen. Er zeichnet sich durch einen weichen und geschmeidigen Geschmack aus.

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Als Speisewein passt der Merlot am besten zu dunklem Fleisch, beispielsweise Wild, Lamm oder Steak. Er lässt sich aber auch zu einem Buffet kräftiger gereifter Käsesorten sehr gut genießen. So funktioniert zwar gesundes Abnehmen nicht, dafür beschert ein Merlot bisher vielleicht unbekannte Geschmackserlebnisse.

Spätburgunder

Er wird auch als Pinot Noir bezeichnet und gilt unter den Rotwein Sorten zu den Vertretern für gehobene Ansprüche. Er wächst vor allem in Deutschland, hauptsächlich in Baden, der Pfalz, Rheinhessen, Württemberg sowie im Rheingau und der Ahr. Auch in Frankreich, Österreich, Schweiz, Italien, Australien und weiteren Ländern finden sich große Anbaugebiete für Spätburgunder.

Aufgrund seiner weltweite Verbreitung und Bedeutung nennt man Wein dieser Rebsorte gelegentlich auch König der Rotweine. Spätburgunder wird fast immer als sortenreiner Wein ausgebaut.

Der Spätburgunder zeigt eine an tiefes rubinrot mit violettem Anteil erinnernde Farbe. Er entfaltet einen vollmundigen und samtigen Geschmack und zeichnet sich durch ein fruchtiges Aroma aus, das bei älteren Weinen an Bittermandeln erinnert. Der Rotwein entfaltet einen leicht süßlichen Duft, der an rote Früchte, Erdbeeren, Brombeeren, Kirschen sowie schwarze Johannisbeeren denen lässt.

Weinkenner sind der Auffassung, dass Spätburgunder ein Wein für die kühlere Jahreszeit ist, den man bei 16 bis 18 Grad genießen sollte. Ein kräftiger Spätburgunder passt ideal zu Braten oder Wild. Aber auch für eine Käseplatte ist er der perfekte Begleiter.

Fazit

Es gibt für jeden Geschmack den passenden Wein. Die hier vorgestellten Rotwein Sorten bieten eine geschmackliche Vielfalt, die es erlaubt, die Weine als solche alleine zu genießen oder sie zu unterschiedlichsten Speisen zu reichen. Wer gerne Rotwein trinkt und sich mit den verschiedenen Rebsorten beschäftigt, findet schnell seinen Favoriten.

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